Hintergründe
Geschichte der Osteopathie
Andrew Taylor Still (1828–1917) entwickelte ab etwa 1870 ein Konzept, das manuelle Techniken mit der Idee verband, den freien Fluss von Blut, Lymphe und Nervenimpuls zu unterstützen.
Die Geburtsstunde
1892 gründete Still die American School of Osteopathy in Kirksville, Missouri. Die Lehre betonte Selbstregulation, strukturelle Integrität des Bewegungsapparats und die Einheit von Körper, Geist und Lebensführung. Still lehnte reines Massageverständnis ebenso ab wie reinen Glauben.
Zweige
William Garner Sutherland (1873–1954) begründete die craniosacrale Richtung. John Martin Littlejohn (1865–1947) trug die Osteopathie nach Europa und gründete 1917 die British School of Osteopathy. Später entstanden viszerale Ansätze (u. a. Barral) und eigene kinderosteopathische Modelle.
Strukturell und funktionell
In den 1950er- bis 1970er-Jahren standen ein eher anatomisch-struktureller Ansatz (USA) und ein funktioneller Ansatz (Europa) nebeneinander. Beides findet sich in heutigen Schulen wieder – in Köln als Teil der Kombination, nicht als Glaubenssatz einer einzigen Schule.